5 Tipps für die Antibiotikatherapie

Manchmal muss eine antibiotische Therapie sein. Hier erfahren Sie, wie Sie diese gut durchlaufen und dann auch Ihre Darmflora wieder fit machen.

Sie kennen das sicherlich schon: Nach einer antibiotischen Therapie fühlen Sie sich für eine Weile nicht so hundertprozentig. Sie leiden vielleicht an Durchfällen oder fühlen sich erschöpft und weniger leistungsfähig als sonst.

Das Thema mit den Antibiotika ist zuweilen recht komplex und Nutzen und Schaden wollen gut abgewogen werden. Auf jeden Fall ist es hilfreich zu wissen, wie Sie Ihre Darmflora nach einer Therapie wieder aufbauen können. Und das erfahren Sie gleich.

Früher…

Doch machen wir zunächst einmal einen kurzen Ausflug in die Medizingeschichte:

Im Grunde war die Entdeckung des Penicillins einer Nachlässigkeit geschuldet. Im September 1928 ließ der Mediziner und Bakteriologe Alexander Fleming, ein Schotte, eine Bakterienkultur mit Staphylokokken offen in seinem Labor liegen und fuhr in Urlaub.

So begann die Heldenreise des Penicillins und der Antibiotika. Denn als Fleming aus dem Urlaub zurückkam hatte sich ein blau-grüner Schimmel in seiner Petrischale breitgemacht. Dazu kam, dass sich die Bakterien um den Pilz herum aufgelöst hatten. Inzwischen ist dies mehr als 90 Jahre her. Doch mit dieser Begebenheit begann eine wirkliche Revolution in der Medizin: Erkrankungen durch Bakterien, Infektionskrankheiten, konnten ihren Schrecken als Geißel der Menschheit verlieren. Da, wo hunderttausende Menschen einst zu Tode kamen, gab es nun Hoffnung auf Genesung. Was für ein Segen!

Im Jahr 1942 kam Penicillin als erstes Antibiotikum auf den Markt. Es folgte eine Zeit, in der immer mehr und gut wirksame Medikamente entwickelt wurden.

Doch wie immer: wo viel Licht, da ist auch viel Schatten.


Heute…

werden Antibiotika im Übermaß eingesetzt, und zwar sowohl beim Menschen als auch bei Tieren. Bei viralen und auch bei bakteriellen Infekten. In der Tiermast als Prophylaxe, und dies sogar derart massiv, dass unser Grundwasser teilweise mit Antibiotika belastet ist.

Für uns Menschen hat das Folgen. Zum einen dergestalt, dass sich immer mehr Resistenzen bilden – also die Medikamente schlicht nicht mehr wirken. Dabei sind Antibiotika inzwischen Massenware und es lohnt sich für die Pharmaindustrie kaum, neue Produkte zu entwickeln. In den letzten Jahren ist die Forschung diesbezüglich an einem Nullpunkt angekommen, mit dem Effekt, dass herkömmliche Antibiotika – selbst die Reserveantibiotika – manchmal nicht mehr wirksam genug sind. Es bahnt sich ein Dilemma an.

Für Patient*innen jedoch gilt nach wie vor: manchmal sind sie not-wendig.

Und so, wie ein Medikament eine Wirkung hat, gibt es ebenso die Nebenwirkung.

Die Nebenwirkungen von Antibiotika sind:

  • Durchfall, die sogenannte „Antibiotika-assoziierte-Diarrhoe = AAD“
  • Übelkeit
  • Neigung zu Darmpilzbefall (Candida)
  • Vermehrte Blähungen
  • Schwäche
  • Krankheitsgefühl.

Die Spätfolgen

sind nicht wirklich erforscht, im Gespräch sind jedoch unter anderem die Zunahme von:

  • Allergien
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Autoimmunerkrankungen

Sowie die Verstärkung von Erkrankungen des Darms wie:

  • Morbus Crohn
    Reizdarmsyndrom
  • Lebensmittelunverträglichkeiten

Die Auswirkungen auf die Darmgesundheit liegen auf der Hand und sind vielfältig. Schließlich wirken Antibiotika auf Bakterien generell, und diese bilden auch die Darmflora. Ein Antibiotikum unterscheidet eben nicht zwischen „guten“ und „bösen“ Keimen. Zudem wird dem Körper durch den zu schnellen Einsatz von Antibiotika die Möglichkeit genommen, aus dem bakteriellen Infekt „zu lernen“, das Immunsystem zu schulen.

Doch sicher: Wenn Sie ein Antibiotikum brauchen, dann ist es gut, es auch zu nehmen.

So kommen Sie besser durch die Therapie:

  1. Sie sind krank. Gönnen Sie sich Ruhe.
  2. Verzichten Sie auf Milch, Joghurt, Käse & Co. Sie schwächen die Wirkung der Antibiotika ab. Das gleiche gilt für kalziumreiche Mineralwässer
  3. Unterstützen Sie Ihre Darmflora: Mit Sauerkrautsaft, Brottrunk, fermentierten Lebensmitteln.
  4. Füttern Sie Ihre Darmbakterien mit präbiotisch wirksamen Lebensmitteln wie: Weizenkleie, Leinsamen, Flohsamen, Artischocken, Chicoree, Topinambur
  5. Nehmen Sie ein gutes Probiotikum bereits während der Therapie ein. Und zwar im zeitlichen Abstand zum Antibiotikum von mindestens zwei Stunden. Wählen Sie ein Probiotikum, das aus mehreren Stämmen besteht. Denn es hat sich in Studien gezeigt, dass sogenannte multispezies-Probiotika besser dafür geeignet sind, die Darmflora nach Antibiose wieder aufzubauen. Z.B. probaflor von nupure ist ein sehr geeignetes Präparat dafür.

Und noch ein Tipp: wägen Sie gut ab, ob Sie wirklich ein Antibiotikum brauchen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber. Oftmals werden Antibiotika auch aus dem Impuls heraus verschrieben, jetzt schnell etwas zuverlässig Wirksames zu tun. Dabei würden ein Tag längere Bettruhe und generell immunstimulierende Maßnahmen auch funktionieren.

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